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Ich hab hier noch ein paar Fotos von unserer letzten Begegnung gegen den BSC
Young Boys ausgegraben.
Ihr könnt euch alle sicher noch erinnern, als wir vor 16 Jahren gegen die
Young Boys das viel ersehnte berner Derby austrugen durften. Damals, als unser
Verein noch Red Queens United hiess, ganz nach unseren englischen Vorbildern.
Ja ja das waren noch Zeiten. Wir die jungen Wilden, gegen das routinierte Team
mit all den Weltfussballern, welche erst ein paar Monate früher, nach langer
Durststrecke, wieder den Schweizermeistertitel gewinnen konnten.
Wie war der Fäbu doch nervös vor dem Spiel!! Anstatt sich richtig einzuwärmen
ist er die ganze Zeit mit der Photocamera umhergeirrt und wollte die YB Spieler
photografieren. Wir waren froh, als sie den Jüngling mit einem YB-Wimpel als
Geschenk etwas beruhigen konnten. Doch leider hat auch dies nicht geholfen.
Denn wie wir im Nachhinein erfahren mussten, war in seiner Camera gar kein Film
eingezogen. Unsere Enttäuschung hielt sich in Grenzen, da wir doch eigentlich
alle wissen, dass die Photos von Fabu leider nie auch nur halbwegs gelingen
wolllen. Viel ärgerlicher war seine Verletzung nach fünf Minuten (Noch heute
bestreitet er wehement, dass es mit seiner mangelhaften Aufwärmaktivitäten zu tun
haben könnte! Unglaublich, so ein sturer Bock.) Leider waren wir dann gezwungen unseren
spindeldürren Joker schon in der ersten Halbzeit einzusetzen. Doch seine
Konditionsschwächen wurden nun bei einem solch langen Einsatz gnadenlos aufgezeigt.
Nachdem SchüSchü etliche Male von den Gegnern überspurtet wurde hat der
nichtanzuzweifelnde Flo entschieden, ihn in der Pause auszuwechseln.
Unsere ausländische Hoffnung, Deutschle, hat zwar gekämpft, doch hat man
ihm angemerkt, dass er sich doch eher für Blumen interessiert und dass die
Kluft zwischen uns richtigen Biologen zu ihm zu gross war. Viel besser hat die
Abwehr mit Mats der Rackete harmoniert. Immer wieder stellten wir die YB Abwehr
mit langen Pässen aus dem Rückraum vor unlösbare Aufgaben. Teilweise kam es uns
vor als könnte Mats zaubern. Etliche Male packte er neue Finten und noch nie
gesehene Wunderschüsse aus.
Ich könnte noch mehrere Seiten mit Erinnerungen füllen, vom stinkenden Chregi,
der sich leider nie über seinen Ewigentalentestatus hinausentwickeln konnte, oder
über den wirbligen Tomi, der sich seine Fussballträume zusammen mit Mats in unserem
östlichen Nachbarland erfüllte. Ich könnte von unserem Trainer berichten, der nach
einigen Jahren im Amt schlussendlich doch begreiffen musste, dass die
Wasserballtaktiken auf Rasen nicht sehr erfolgsversprechend sind. Schlussendlich
möchte ich mich noch bei Reto, welcher der wahre Initiant und somit auch Gründer
der Red Quenns ist, bedanken. Leider hat er sich vor kurzem nach Afrika absetzten
müssen. Ich vermute, dass dies auf Druck von Professor Zettel geschehen ist.
Denn dieser hat herausgefunden, dass Reto bei seiner Heuschreckenstudie absichtlich
Tiere gesammelt und diese dann nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen
hatte.
Ich möchte euch für diese wunderschönen Erinnerungen danken und euch dazu
aufrufen unsere Gemeinsame Zeit nicht zu vergessen.
Euer Länggu, die Blutgretsche Gagu
P.S. Schmelzt diesen verdammten Fairnesspokal
ein und macht Gewehrmunition draus.
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