Berichte
Symposium und Pfingsten 2009
Papa Geno - official unpublished version
Bereits um 7.50 mussten wir uns wegen Otti an diesem Morgen des Pfingstsamstags (30. Mai 2009) beim Treffpunkt am Bahnhof Bern treffen. Danach fuhren wir (Adi, Fäbu, Tomi und Mike) gemeinsam nach Biel. Dort wurden wir von Otti (als einziger im angemessenen Tenue) herzlich begrüsst und nach Port begleitet, wo das Symposium stattfinden sollte und Nat bereits mit Kaffee wartete. Gagu war mit Verspätung angekündigt, was nicht weiter störte, gab es doch auch so bereits viel zu erzählen. Mit ordentlich Verspätung eröffnete dann Otti das Symposium und übergab das Wort an Tomi, den ersten Redner. Dieser referierte ausführlich über seine postdoktorale Depression und seine Suche nach dem weiteren Weg, von denen er Spuren aufzeigte, die zu verfolgen er von seinen Zuhörern aufgefordert wurde. Danach folgte die erste Enttäuschung: Gagus Filmli, der Höhepunkt des Vortrags, hatten den Weg auf das Speichermedium nicht gefunden, weshalb sie in Bern waren statt in Port, wo wir uns mit mündlichen Beschreibungen des Vortragenden begnügen mussten. Interessant war es allemal. Es folgte Nat, die ihre Semesterarbeit vorstellte: Gewässerökologie vor und nach Renaturierungen. Dass es auch mit einem Eklat geht zeigte kurz darauf Adi, der seinen „Jetzt sind die Hosen noch dran und **Schwupps** jetzt sind sie weg und ich stehe in den Stulpen da“-Trick zeigte. Immerhin war das interessant, denn die restliche Zeit erzählte er etwas von Grüntee und Krebs. Der Fäbu konnte dann natürlich nicht zurückstehen und musste auch über Krebs sprechen. Im Gegensatz zu Adi versucht er aber offensichtlich nicht, diesen durch Getränke zu kurieren sondern vielmehr, den Krebszellen mit eingeschleusten Plastikkügelchen den Garaus zu machen.
Es kam zur Pause, während der wir uns bei Kaffee und Kuchen in der Garagenauffahrt an der Sonne wärmten.
Nach der Pause folgten noch Mike, der Bildli zeigte und sich über die Landwirte beklagte und Otti, der endlich etwas Substanzielles lieferte und innovative Gedanken zur Zukunft der RedQueens präsentierte.
Nach der kollektiven Überschreitung der Sprechzeiten fuhren wir mit entsprechender Verspätung gen Biel, um für unseren Brätliabend einzukaufen. Dabei merkten wir, dass Biel alles bietet, bloss offensichtlich kein kühles Bier. Von Nats Papa chauffiert erreichten wir etappenweise ein kleines Naturschutzgebiet bei Meienried (Meienriedloch), wo wir uns nach einem kleinen Rundgang an einem einsamen und ungestörten Plätzchen dem mitgeschleppten Apéro widmeten. Gleichzeitig konnten wir allerlei Federvieh beobachten, darunter ein jagender Baumfalke.
Später ging es erst durch Meienried, dann entlang der Alten Aare in Richtung Brätliplatz. Dort entfachten wir ein grosses Feuer und brätelten unsere Cervelats. In freudiger Erwartung des grossen Bibers, den wir sehen würden, tranken einige in leichtem Übermass, was der Stimmung gut bekam, der Wahrnehmung weniger. Erst nach Eindunkeln begaben wir uns an den Platz, wo es laut Nat vor Biber nur so wimmeln sollte. Und wir mussten auch nicht lange (grölend) warten: Bereits nach kurzer Zeit machte ein Biber mit Schwanzklatschen auf sich aufmerksam – es war ein schönes Bild. Danach folgten ein zweiter und ein dritter. Nach einer Viertelstunde hatten wir mindesten zehn Biber gesehen und definitiv genug von dem Geplansche.
Der Alten Aare entlang wanderten wir also bei fortgeschrittener Dunkelheit Richtung Dotzigen, wo wir um 21.17 den Zug verpassten, was fatal war, denn der nächste ging erst um 23.50. Über das Geschehen am Bahnhof Dotzigen breite ich den Mantel des Schweigens. Was dort passiert, bleibt am Bahnhof (genauso wie das Gegessene und -trunkene).
Dann war plötzlich morgen, die Sonne lachte und Rossels hatten ein Frühstück der Extraklasse zubereitet. Kurz darauf machten wir uns, verstärkt durch Mats, der eigens aus Luzern angereist war, mit voller Schnorchelausrüstung auf Richtung Le Landeron. Von dort aus ist es ein Katzensprung an die Mündung der Alten Zihl, wo wir schnorcheln wollten. Leider hatten wir die Rechnung ohne so eine Umweltorganisation gemacht, die das gesamte Gebiet über Nacht unter Schutz gestellt hatte. An Schnorcheln war nicht zu denken. So pilgerten wir halt pfeifend durch das Naturschutzgebiet Vieille Thielle, bevor wir wenig später Cressier erreichten, wo wir den Pfingstausflug bei einem Bier ausklingen liessen.
Papi im Dezember 2009 in Bern
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